Wer im Internet shoppt, hat die Qual der Wahl. Das gilt nicht nur für das irre Angebot an Waren, sondern auch für die Bezahlmöglichkeiten. Mit Kreditkarte, via Paypal, Bankeinzug, auf Nachname, Vorkasse oder doch lieber auf Rechnung? Welche dieser Optionen bietet die meisten Vorteile für mich als Kunden? Die Verbraucher in Deutschland scheinen sich in diesem Punkt ziemlich einig zu sein. Ein ums andere Jahr ermitteln Marktforschungsinstitute: Der Kauf auf Rechnung ist die beliebteste Bezahlmethode. Und das hat seine Gründe:

Privatsphäre

Wer auf Rechnung bestellt, muss lediglich seinen Namen und seine Adresse im Internet preisgeben. Angesichts zahlreicher Daten-Skandale ein sehr beruhigender Aspekt. Weder sensible Bankdaten noch die Kreditkartennummer gelangen dabei ins Netz. Achtet der Kunde außerdem darauf, dass er bei einem Unternehmen kauft, das keinen Wert auf eine Abfrage der Schufa legt, ist noch mehr Privatsphäre garantiert. Hat eine Firma ihren Sitz im Ausland, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie nicht auf die Daten der Schufa zurückgreift. Doch auch immer mehr Online-Shops in Deutschland verzichten auf diese Bonitätsprüfung – und ermöglichen selbst Kunden mit negativem Schufa-Eintrag den Kauf auf Rechnung.

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Sicherheit

Der Kauf auf Rechnung bietet allerdings noch weit mehr Sicherheit als bloß den größtmöglichen Schutz der Privatsphäre. Der erste und vielleicht offensichtlichste Vorteil ist folgender: Der Kunde bekommt die Ware nach Hause geliefert – geschieht dies nicht, fließt auch kein Geld. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie es klingt. Immer wieder kommt es vor, dass Betrüger im Netz Waren anpreisen, sich aber nur auf Vorkasse einlassen. Der Kunde zahlt – in der Hoffnung auf ein wahres Schnäppchen – bekommt aber nicht, was er bestellt hat und im schlimmsten Fall gar nichts. Das Geld ist aber weg. Ein weiterer Vorteil in Sachen Sicherheit: Der Kunde hat zu Hause die Möglichkeit, das bestellte Produkt eingehend zu prüfen. Entspricht die Ware den eigenen Vorstellungen? Funktioniert das Gerät einwandfrei? Liefert das Produkt die gewünschten Ergebnisse? Um diese Fragen zu beantworten, bleiben dem Käufer meistens 14 Tage – und manchmal sogar länger – Zeit. Erst dann muss er den Betrag auf der mitgelieferten Rechnung beim Verkäufer begleichen. Bestellt man mehrere Produkte und ein oder zwei davon enttäuschen bei der Prüfung, schickt man sie zurück und bezahlt nur, was man behält. Das geht nur beim Kauf auf Rechnung. Entscheidet sich der Kunde für eine andere Bezahlmöglichkeit, rennt er in diesem Fall dem zu viel bezahlten Geld hinterher.

Zinsen

Rein rechnerisch verschafft sich der Kunde beim Kauf auf Rechnung einen Zinsvorteil. Denn er erhält die bestellte Ware, kann sie (zu seinem Vorteil) nutzen – und muss sie erst nach einer gewissen Frist bezahlen. Während bei allen anderen Optionen das Geld mehr oder weniger sofort vom Konto abgebucht wird, hat der Käufer beim Bestellen auf Rechnung meistens mindestens 14 Tage, manchmal sogar länger Zeit, um zu bezahlen. Wer knapp bei Kasse und gerissen ist, nutzt diesen Vorteil zum Beispiel so: Das Geld ist am Ende des Monats knapp, doch nur jetzt gibt es den Fernseher mit 60-Zoll-Bildschirm im Sonderangebot. Schlägt der Kunde etwa am 24. eines Monats zu, ergattert das Schnäppchen und bestellt auf Rechnung, muss er frühestens am 7. des darauffolgenden Monats bezahlen. Bis dahin ist längst das Gehalt auf dem Konto eingegangen und man spart sich den teuren Dispokredit.

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